Deutsch-russische Dialoge

In einem Künstlergespräch am Dienstag, 24. September 2013, 20 Uhr im DAI - Deutsch Amerikanisches Institut, Sofienstraße 12, Heidelberg werden die deutsch-russischen Dialoge fortgesetzt. Welche Rolle spielt die Kunst beim Kulturaustausch?
Die Künstler Oleg Kortschagin und Olga Egorova aus Sochi im Gespräch mit Ministerialrat Joachim Uhlmann, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der QUATTROLOGE-Projektleiterin Eleonore Hefner
und Adrian Gillmann vom DAI. Die Moderation übernimmt Hans Thill, Leiter des Künstlerhauses Edenkoben.

Marseille – Exkursion zur Europäischen Kulturhauptstadt 2013

'Marseille ist das Tor zur Welt, Marseille ist die Schwelle der Völker. Marseille ist Okzident und Orient…' (Joseph Roth 1925)

Marseille, Europas Kulturhauptstadt 2013, ist eine pulsierende Mittelmeer-Metropole mit einer multikulturellen Bevölkerung. Über 90 % der Bevölkerung besitzt die französische Staatsbürgerschaft, aber viele der knapp 900.000 Marseiller haben algerische, italienische, chinesische, marokkanische oder senegalesische Wurzeln. Der in Marseille geborene Fußballspieler Zinédine Zidane zum Beispiel, ist Sohn algerischer Einwanderer.
Schon die Gründungslegende ist eine Migrationsgeschichte. Der Legende nach wurde die zweitgrößte und älteste Stadt Frankreichs vor 2600 Jahre als Brautgabe an die ligurische Königstochter Gyptis gegründet. Diese erwählte sich ausgerechnet einen Mann, der just aus dem kleinasiatischen Phokaia (heute Foça – nahe dem heutigen Izmir) angesegelt kam. Vor allen versammelten gallischen Adligen erwählte sie den griechischen Ankömmling Protis. In einer griechischen Version der Geschichte wird er umgetauft auf Euxenos, der „gute Fremde“, Gyptis wird gar zu Aristoxene, der „allerbeste Fremde“.
Die Legende spiegelt die Wirklichkeit: Bis heute nimmt die Hafenstadt immer wieder Fremde auf und bildet einen Schmelztiegel der Nationen.

creole südwest

Im gutbesuchten Kulturzentrum Tollhaus in Karlsruhe fand das Finale des creole südwest statt. Die „Globale Musik aus Südwestdeutschland“ präsentierte sich mit großer Vielfalt – von finno-ugrischen Gesängen der Formation Kallaton aus Tübingen, deutscher Volksmusik, die jazzig erfrischt von Stubenjazz interpretiert wurde, türkischem Tango von den Diamond Dogs aus Mannheim bis hin zu indischen Ragas mit jazzigem Funk aus dem pfälzischen Partenheim bot sich ein abwechslungsreicher Konzertreigen.
Der creole - globale Musik aus Deutschland-Wettbewerb findet alle zwei Jahre bundesweit statt. Er widmet sich der musikalischen Grenz-, Traditions- und Stilüberschreitung, die sich durch das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Tradition in einer Gesellschaft ergeben, transkulturell-musikalischen Schöpfungen.
Getragen wird creole südwest von einem Trägerkreis, dem das Forum der Kulturen Stuttgart e.V., die Kulturämter der Städte Freiburg und Mannheim, Kultur Rhein-Neckar e.V. sowie das Karlsruher Kulturzentrum Tollhaus angehören. Gefördert wurde der unter der Schirmherrschaft der deutschen UNESCO-Kommission stehende südwestdeutsche Regionalwettbewerb 2013 von den Ländern Rhein- Land-Pfalz und Baden-Württemberg sowie der Stadt Karlsruhe.