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Shida Bazyar: Drei Kameradinnen

27. März @ 17:00

Shida Bazyar, geboren 1988 in Hermeskeil, studierte Literarisches Schreiben in Hildesheim und war, neben dem Schreiben, viele Jahre in der Jugendbildungsarbeit tätig. Ihr Debütroman »Nachts ist es leise in Teheran« erschien 2016 und wurde u.a. mit dem Bloggerpreis für Literatur, dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt.

» Bei Leuten wie euch ist man sich ja nie ganz sicher, welche Absurditäten ihr für wahr haltet und welche nicht, ob und was ihr uns glaubt und was ihr Leuten wie Saya zutraut und was nicht. Habt ihr gedacht, Saya hätte das Haus in Brand gesetzt? Seid ihr entsetzt, dass ich euch das unterstelle? Das tut mir leid. Aber man kann euch nun mal nur halb vertrauen; eigentlich will man es und tut es meistens auch. Aber dann weiß man trotzdem nicht, ob ihr von den Morden an nicht-weißen Personen eigentlich schon gehört habt, die uns nächtelang wachhielten und unsere Läden schließen ließen. «

(Aus: Drei Kameradinnen © Verlag Kiepenheuer & Witsch 2021)

Moderation: Anna-Katharina Gisbertz

europa_morgen_land; Seit der Jahrtausendwende präsentieren wir in der Literaturreihe „europa_morgen_land“ jedes Jahr neueste deutschsprachige Literatur. Die Lesungen spiegeln eine vielfältige Literatur- und Kulturlandschaft, die sich im letzten halben Jahrhundert ausgebildet hat und nicht denkbar ist ohne die Einwanderungsgeschichte des Landes. Wenn der deutschsprachige Roman des Jahres gesucht wird, wenn Long- und Short-Lists geschrieben werden, fehlen die Autor*innen der Reihe nicht.
Saša Stanišić, Terézia Mora oder Nino Haratischwili und viele andere Autor*innen der Reihe gehören zu den Nominierten und Ausgezeichneten der deutschsprachigen Literatur, sie sind Träger
des deutschen Buchpreises und vieler anderer Preise. Sie stammen aus Argentinien, dem Kosovo oder aus Georgien, sie haben unterschiedlichste Migrations-“Hintergründe“. Gemeinsam ist ihnen,
dass sie auf deutsch schreiben und zu den Besten der deutschsprachigen Literatur gehören. Ohne sie wäre die deutschsprachige Literatur um sehr vieles ärmer.
Über 100 Autor*innen konnten wir seit 2000 in der Reihe europa_morgen_land begrüßen. Ihre Literatur spiegelt Diversifikation, Konfliktlinien, Scheitern und Gelingen, sie bringt zur
Sprache, was zu verhandeln ist. Das ist nicht immer gefällig, bietet Schwere und Leichtigkeit und zeigt, dass Diversität der Normalfall ist. In schwierigen, pandemischen Zeiten, wissen wir diese
Stimmen erst recht zu schätzen.

Anmeldung zum Livestream an info@kulturrheinneckar.de

Kostenfrei

Details

Datum:
27. März
Zeit:
17:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

livestream

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Datum:
27. März
Zeit:
17:00
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