Kathrin Schmidt liest aus Kapoks Schwestern
„Verrücken war die Art gewesen, mit der er dem Verrücktwerden etwas entgegenstellen wollte“, heißt es von Werner Kapok. Das gilt auch für Kathrin Schmidts Schreiben. Da werden auf subtile Weise Zeiten und Bedeutungen verrückt, Familiengeschichten durcheinandergewürfelt, Verstrickungen aufgedeckt. Geschichten über die spannungsreiche Nachbarschaft der Familien Kapok und Schaechter sind verwoben mit den gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen der letzten hundert Jahre. Schicht um Schicht wird die verschüttete Vergangenheit freigelegt- mit überraschenden Ergebnissen…
Kathrin Schmidt
wuchs in Gotha und ab 1964 in Waltershausen auf. Nach dem Abitur studierte sie von 1976 bis 1981 Psychologie an der Universität Jena. Nach Abschluss des Studiums (Diplom) war sie von 1981 bis 1982 als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Leipzig, anschließend als Kinderpsychologin am Kreiskrankenhaus Rüdersdorf sowie beim Kinder-und-Jugend-Gesundheitsschutz Berlin-Marzahn tätig.
1986/1987 absolvierte sie ein Sonderstudium am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig. Nach der Wende arbeitete sie am Runden Tisch in Ost-Berlin mit. 1990/1991 war sie Redakteurin der feministischen Frauenzeitschrift Ypsilon und arbeitete bis 1993 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Berliner Institut für Vergleichende Sozialforschung. Seit 1994 ist sie freie Schriftstellerin. Sie ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.







