Root Leeb liest aus Don Quichotes Schwester

Altes Spital Freinsheim

Eine fantasievolle, von Gerechtigkeitssinn und Hilfsbereitschaft beseelte Studentin, ein weiblicher Don Quijote – das ist AnnaRosa.

Sie kämpft jedoch nicht gegen Windmühlen, sondern dafür.

Mit oft skurrilen Aktionen tritt sie wie ihr großer literarischer Bruder für Gerechtigkeit ein und gegen Missstände an, die bisweilen nur von ihr selbst wahrgenommen werden:

Sie befreit Schweine, heiratet den Bruder eines libanesischen Attentäters, veranstaltet eine Demonstration mit Kindergartenkindern

und versucht sich mit Mailing-Aktionen und Blogs in die internationale Politik einzumischen.

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Root Leeb

wurde 1955 in Würzburg geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Veitshöchheim bei Würzburg.

Dann die nächsten fünf Jahre im Internat in Regensburg, bevor sie 1970 nach München umzog und da 1974 ihr Abitur machte.

Es folgte ein Studium der Germanistik und Philosophie (mit M.A. abgeschlossen), sowie ein Studium der Sozialpädagogik (mit Dipl. Soz. Päd.FH abgeschlossen).

Danach arbeitete sie zwei Jahre als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache in Ingolstadt mit überwiegend türkischen Jugendlichen, und im Anschluss daran sechs Jahre als Straßenbahnfahrerin in München.

Diese Zeit in einem fremden und gleichzeitig sehr faszinierenden Umfeld war der Ausgangspunkt ihrer schriftstellerischen Tätigkeit.

Seit 1991 lebt Root Leeb als freie Schriftstellerin, Malerin und Zeichnerin in Rheinland-Pfalz.

Kooperationspartner von Kultur Rhein Neckar: Kulturverein Freinsheim / Kulturwerkstatt Grünstadt / Künstlerhaus Edenkoben / Hotel AltstadthofSommerkino Freinsheim / Universität Mannheim
Unterstützer der Lese: Land Rheinland-Pfalz (Kultursommer), Bezirksverband, Pfalzwerke, RITTER Sport, Sparkasse Rhein-Haardt.

Eintritt: 8 / 5 Euro

Reservierungen:
Verkehrsverein Freinsheim e.V.

Von der Kraft des Erzählens

Sprache als Zuhause in flüchtigen Zeiten? Literatur als Antwort auf die Zumutungen rückwärtsgewandter Politik, als Widerstand gegen populistische Parolen? Wie jedes Jahr öffnet die Literaturwissenschaftlerin Waltraud Amberger ihre Schatzkiste und widmet sich diesmal der Zauberkraft der Sprache. Sie erzählt von der Freiheit des Wortes, der Kraft von Visionen und dem Bemühen um Ausdruck in Zeiten, in denen Unsicherheit der sicherste Befund geworden ist. Das Flair der Gassen Freinsheims bietet einen stimmungsvollen Rahmen.

Kooperationspartner von Kultur Rhein Neckar: Kulturverein Freinsheim / Kulturwerkstatt Grünstadt / Künstlerhaus Edenkoben / Hotel AltstadthofSommerkino Freinsheim / Universität Mannheim
Unterstützer der Lese: Land Rheinland-Pfalz (Kultursommer), Bezirksverband, Pfalzwerke, RITTER Sport, Sparkasse Rhein-Haardt.

Eintritt: 8 / 5 Euro

Reservierungen:
Verkehrsverein Freinsheim e.V.

Kathrin Schmidt liest aus Kapoks Schwestern

„Verrücken war die Art gewesen, mit der er dem Verrücktwerden etwas entgegenstellen wollte“, heißt es von Werner Kapok. Das gilt auch für Kathrin Schmidts Schreiben. Da werden auf subtile Weise Zeiten und Bedeutungen verrückt, Familiengeschichten durcheinandergewürfelt, Verstrickungen aufgedeckt. Geschichten über die spannungsreiche Nachbarschaft der Familien Kapok und Schaechter sind verwoben mit den gesellschaftlichen und politischen Umwälzungen der letzten hundert Jahre. Schicht um Schicht wird die verschüttete Vergangenheit freigelegt- mit überraschenden Ergebnissen…

Kathrin Schmidt
wuchs in Gotha und ab 1964 in Waltershausen auf. Nach dem Abitur studierte sie von 1976 bis 1981 Psychologie an der Universität Jena. Nach Abschluss des Studiums (Diplom) war sie von 1981 bis 1982 als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Leipzig, anschließend als Kinderpsychologin am Kreiskrankenhaus Rüdersdorf sowie beim Kinder-und-Jugend-Gesundheitsschutz Berlin-Marzahn tätig.
1986/1987 absolvierte sie ein Sonderstudium am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig. Nach der Wende arbeitete sie am Runden Tisch in Ost-Berlin mit. 1990/1991 war sie Redakteurin der feministischen Frauenzeitschrift Ypsilon und arbeitete bis 1993 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Berliner Institut für Vergleichende Sozialforschung. Seit 1994 ist sie freie Schriftstellerin. Sie ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland.