Watzba

Bei der Konzertmuschel im Ebertpark Ludwigshafen

Wie das Zebra seine Streife ganz und gar verloren und nach einer Weile wiedergefunden hatte.
Eines Tages wachte das Zebra auf und alle seine weißen Streifen waren weg. Keiner wusste warum. Keiner wusste, wieso. Aus dem Zebra war ein schwarzes Zebra geworden. Kurz: Ein Watzba. Und damit fangen die Probleme an. Denn ein Watzba will keiner haben am Wasserloch. Also macht sich das kleine schwarze Zebra auf, um seine Streifen zu suchen. Dabei helfen ihm eine Eule, drei lebende Steine, ein Elefant, der nicht auf seine Ohren aufpassen kann und noch viele, viele mehr...

Watzba ist ein Stück für alle Kinder, die im Frieden leben und im Krieg, für alle Kinder zu Hause und auf der Flucht, für eine Welt wie sie sein sollte und noch nicht ist.

Von und mit: Bärbel Maier

Regie: Peer Damminger
Kostüme: Gaby Kinscherf

Tohu Va Bohu

Für Kinder nennen sie sich Tonfisch, für Erwachsene sind sie Tohu Va Bohu. Das Trio hat sich vorgenommen ein breites Publikum zu unterhalten – und das klappt ganz hervorragend. Man nehme ein Akkordeon, einen Kontrabass und ein Schlagzeug, dazu Liede in verschiedenen europäischen Sprachen und mische alles mit einer ordentlichen Portion guter Laune und einer kleinen Prise melancholischer Ernsthaftigkeit. Dann kommt diese beschwingte und gut tanzbare Musik heraus, der sich Rüdiger Keller, Richard Waltner und Ulrike Schref verschrieben haben. Mal auf Deutsch, dann wieder auf Polnisch, Spanisch oder Französisch, die Mehrsprachigkeit ist ebenso vielseitig wie die Einflüsse der Weltmusik, die sich im Repertoire heraushören lassen. Gypsy-Swing trifft Reggae – Tango auf neuen französischen Chanson. Das Lebensgefühl eines multikulturellen Europas findet hier seinen musikalischen Ausdruck. Und die Geschichten, die in den Liedern erzählt werden, handeln von vergangen Zeiten und fremden Ländern. Ein perfekter Soundtrack für einen sommerlichen Ferienkurztrip ohne lange Fahrtzeiten. Und den Ohrwurm gibt’s auch noch kostenlos mit dazu.

Rüdiger Keller – Schlagzeug, Gesang; Ulrike Scherf – Akkordeon, Gesang; Richard Waltner – Kontrabass, Gesang

Nanaya

Altes Rathaus, Speyerer Str. 52, 67117 Limburgerhof

Jazz mit orientalischen Einflüssen, Osteuropa im Schmelztiegel mit Orient und Okzident. NaNaya bedeutet nichts und wiederum viel, denn es ist das meistgenutzte Improvisationswort in der Sprache Romanes, die die Roma sprechen. Improvisiert wird auch in der Musik der gleichnamigen Band, die sich um die Sängerin Thea Soti herum gebildet hat. Geboren in einer ungarischen Familie, die als Minderheit in Serbien lebt, bedient sich die Musikerin der traditionellen Volksmusik ihrer Heimat und legt ein Crossover zu jazzigen Elementen auf. Getragen und bildreich mischt sich der pulsierende Rhythmus des Balkans in die eigenen Kompositionen, die eine Verbindung zwischen diesen unterschiedlichen Welten schaffen. Der orientalische Klang der Lauten ähnlichen Oud führt den Zuhörer von den Karpaten bis ans Mittelmeer. Archaisch und gleichsam modern, die Sehnsucht nach der Wurzel von Melodie und Rhythmus treibt das Quartett an. Und es erzählt Geschichten, die damit zusammenhängen. 2016 erschien das erste Album von NaNaya mit dem Titel „far. home. east“.

Johannes Keller – Kontrabass; Jonas Pirzer – Schlagzeug, Percussion; Daniel S. Scholz – Oud; Thea Soti – Gesang

Eintritt: 8,. / 5,- Euro

Maik Mondial

Altes Rathaus, Speyerer Str. 52, 67117 Limburgerhof

Balkan Beat und Gypsy Speed – damit lässt sich die Musik der fünfköpfigen Formation Maik Mondial aus Würzburg beschreiben. Die charmanten Bayern manchen äußerst tanzbare Musik, mit der sie sogar im Frühjahr 2017 den creole contest in Bayern gewannen. Als Newcomer kann man die musikalischen Grenzgänger nicht mehr bezeichnen, denn sie tummeln sich bereits seit 2009 im Weltmusik-Fahrwasser und ihr Motto „Mit Vollgas um die WELTmusik“ steht beispielhaft für ihre instrumentale Virtuosität. Die musikalischen Eigenkreationen sind beeinflusst von einem breiten Spektrum aus Klassik, Folk und Jazz, das sich die Band während des Musikstudiums aneignen konnte. Obwohl Maik Mondial viel Live-Erfahrung zu bieten hat, erschien das Debut-Album erst 2015 und begeistert seitdem auch international mit cleveren und eingängigen Rhythmen. 2016 unternahmen die Musiker eine Konzert-Tournee zu ihren Wurzeln nach Osteuropa und reisten über Österreich und Ungarn bis nach Belgrad. Man darf gespannt sein, ob sich diese Eindrücke auch in ihren Stücken wiederfinden.

Mike Bräutigam – Trompete; Josef Mücksch – Gitarre; Nathan Ott – Schlagzeug; Christian Kraus – Bass; Raphael Grunau – Geige

Eintritt 8,- / 5,- Euro