Mehr als willkommen!

Die Kulturarbeit von, für und mit Geflüchtete(n) fordert soziokulturelle Zentren und Initiativen trotz ihrer Expertise und langjährigen Erfahrung mit interkultureller Arbeit in besonderem Maße. Engagement und Unterstützung stehen unter dem destabilisierenden Einfluss von rechtlichen Bestimmungen, Fremdenhass in der Gesellschaft und fehlenden Strukturen für die Grundversorgung der ständig wachsenden Zahl von asylsuchenden Männern, Frauen und Kindern. Die Tagung will Akteur/-innen aus der Soziokultur und der kulturellen (Bildungs-) Arbeit zusammenführen, Praxiserfahrungen und Handlungsempfehlungen zusammentragen und mit der Bundespolitik ins Gespräch kommen.

Dabei sollen auch Verantwortung und Möglichkeiten der Soziokultur hinsichtlich der Polarisierung der Gesellschaft thematisiert werden. Die Veranstaltung gibt Gelegenheit, spezielle Fragestellungen zu diskutieren und sich mit Gleichgesinnten bundesweit zu vernetzen.

Eine Gruppe Stadt-Spazirgänger aus Ludwigshafen wird teilnehmen.

Im Anschluss an die Tagung findet die Auftaktveranstaltung KULTUR ÖFFNET WELTEN der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien statt.
Die Teilnehmer/-innen der Tagung können sich einem geführten, interaktiven Stadtspaziergang zum Veranstaltungsort im Deutschen Historischen Museum anschließen.

Rojava – eine Region in Selbstverwaltung

ver.di-Haus Ludwigshafen

mit Meike Nack, Mitglied der Stiftung der freien Frauen in Rojava (Weqfa Jina Azad a Rojava, WJAR)

Als Rojava, auf Deutsch Westkurdistan, werden von kurdischen Organisationen die de facto autonomen kurdischen Siedlungsgebiete im Norden von Syrien bezeichnet. Vor dem Bürgerkrieg lebten knapp 2 Millionen Menschen in der Region, deren drittgrößte Stadt Kobane als Symbol für den Widerstandswillen der kurdischen Kräfte gegen den Islamischen Staat gilt. Am 17. März 2016 rief eine Versammlung von kurdischen, assyrischen, arabischen und turkmenischen Delegierten die autonome Föderation Nordsyrien – Rojava aus. Die Verwaltung soll die multiethnische und -religiöse Situation in Nordsyrien widerspiegeln und besteht jeweils aus einem kurdischen, arabischen und christlichen-assyrischen Minister pro Ressort. Insgesamt wird der Plan verfolgt, ein demokratisches System aufzubauen.

Meike Nack, Mitglied der Stiftung der freien Frauen in Rojava (Weqfa Jina Azad a Rojava, WJAR), die dort seit über einem Jahr Projekte mitorganisiert, berichtet über die gesellschaftliche Situation der Frauen und Kinder und den Einfluss des Krieges auf die Bevölkerung und darüber, wie Frauen sich gemeinsam engagieren, um entgegen der Brutalität des Krieges und der patriarchalen Strukturen eine neue Gesellschaft aufzubauen.

Im Rahmen der Fotoausstellung BACK TO ROJAVA, 13.4.2016 bis 3.6.2016, ver.di Haus, Kaiser-Wilhelm-Straße 7, 67059 Ludwigshafen

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der
Ludwigshafener Hilfe für die Flüchtlinge aus der Region Kobanê
c/o Initiative Lokale Agenda 21 Ludwigshafen e.V.

Tee-Salon

Kunstverein Ludwigshafen

Der Kunstverein Ludwigshafen hat den deutsch-iranischen Fotografen Maziar Moradi zu einer Ausstellung 'Ich werde deutsch' eingeladen.
Seit 2008 beschäftigt sich Maziar Moradi mit dem Thema Migration und Integration. Für seine zwischen 2008 und 2016 entstandene Arbeit 'Ich werde deutsch'
errichtete Moradi Bühnen, auf denen Menschen reinszenierte Ausschnitte aus ihrem Leben auf dem Weg ihrer Integration zeigen.