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Die Balkonkonzerte gehen in eine zweite Runde und werden dabei von privaten Spender*innen und sowohl von der Stadt Ludwigshafen als auch der BASF SE und der BKK Pfalz unterstützt. Das lokale Bündnis für Kunst und Kultur in der Krise ist wichtig und es ist gut, dass die Bedeutung einer lebhaften Kulturszene vielen in der Krise erst recht bewusst geworden ist. Bei jedem einzelnen der bisher stattgefundenen Balkonkonzerte konnten wir erleben, wie wichtig Kunst ist. Balkons wurden zur Loge, auf denen man mit dem nötigen Abstand dabei war. Künstler*innen konnten auftreten, das Publikum lauschte – oft hingerissen. Welche eine Freude, ein solches Erlebnis teilen zu können. Wir sind sehr froh, dass es jetzt weitergeht. Froh sind wir auch, dass wir von nahezu allen Konzerten hervorragende Mitschnitte haben. Klaus Woller (Kameramann beim SWR) hat ehrenamtlich Konzertaufnahmen produziert. Diese Mitschnitte werden nun am 29. August bei einer Langen Nacht der Balkonkonzerte im Offenen Kanal und danach auch auf dem KRN-Channel bei youtube gezeigt. Zusätzlich zu den Konzerten konnten wir in Zusammenarbeit mit dem OK TV Ludwigshafen eine Sendung mit Gesprächen zu „Kunst in der Krise“ aufnehmen. Minister Prof. Konrad Wolf, Giorgina Kazungu-Hass (MdL), Marion Schneid (MdL und Stadträtin), Hans-Uwe Daumann (Sprecher der grünen Landesarbeitsgemeinschaft Kultur und Medien), Frieder Funk (Orchestermusiker), Eleonore Hefner (Geschäftsführerin KRN und Stadträtin) und Diethelm Messinger (Gastgeber) reflek-tieren die Situation der Kunst in der Pandemie und Möglichkeiten, in der Krise zu handeln. Gerne laden wir Sie und alle Unterstützer*innen von ◆ FÜR DIE KUNST! zu einem Rückblick und Ausblick ein. Wir erwarten Sie mit Ausschnitten aus den Konzertaufzeichungen und kühlen Drinks zu guten Gesprächen: Eintriit frei Wir bitten um Verständnis, dass eine Anmeldung obligatorisch ist. Mail an info [at] kulturrheinneckar.de

Alle Balkonkonzerte nochmals in voller Länge erleben:

Listen to Jules

Musik von Welt

Erwin Ditzner

Laurent Leroi

Lyss Saul

Boesser + Schoenborn

Kroehn + Reinspach

Ditzner – Twintett

Nacht der Balkone

Für die beiden ist es eine Premiere: Zusammen mit dem kroatischen Musiker und Sänger SAUL tritt LYSS beim Balkonkonzert der Reihe FÜR DIE KUNST auf.
Bei der Balkonkultur Nr. 5 kommen zwei Menschen zusammen die vorher noch nie zusammen musiziert haben. Das ist aufregend, das wird spannend. Lydia Sprengard, alias LYSS, ist Sängerin und das vor allem im Rockbereich.
Sie singt u.a. in den Formation DELTA ROCK und der N.S.A. Sie steht zusammen mit Musikern wie Udo Sailer oder Max Jeschek auf der Bühne. Mit classic Rocksongs weiß Sie Ihr Publikum zu unterhalten, dabei kann es gerne mal ein wenig kunstvoll zugehen. Nichts bleibt wie es war, kein Auftritt gleicht dem anderen, wenn LYSS mit Improvisationsgabe und der rockigen, unverwechselbaren Stimme Ihre Lieder zum Besten gibt.
Saul ist ein Musiker aus Kroatien. Er kam ins Rhein-Neckar-Delta, um Geld zur Finanzierung seiner ersten CD mit seiner Reggae-Band zu verdienen. Corona hat ihn erst mal „kalt gestellt“.
Bei diesem Balkonkonzert werden eigene Songs und klassische Rock-Coverstücke interpretiert.
Die beiden Musiker gestalten einen bunten, spannenden und aufregenden Freitagabend. LYSS wird SAULs Hip-Hop Elemente und Reggae Tunes begleiten und ergänzen. Auf der Gitarre, mit Cajon und Percussions wird der Beat vorgegeben. Dabei wird es mal rau und wild, mal nachdenklich und besonnen. Auf alle Fälle ist allerbeste Laune im Gepäck und mehr als genug Stoff für einen bunten, lustigen und unterhaltsamen Abend.

Und hier der fb-Kommentar der Gastgeberin, Natice Orhan-Daibel:
‚ein virus, der uns kreativ macht.
menschen, die ausgehungert sind nach kultur, live-musik, begegnung und menschlicher nähe.
musiker, die für ihre musik bezahlt werden.
kinder, die in fernen gärten nach jedem song schreien und applaudieren.
alte menschen, die einsamer sind als vorher, tanzend in ihrem garten.
pflegebedürftige menschen, die schon vor dem virus lange kein konzert mehr erleben durften.
nachbarn, die es sich im garten oder auf dem balkon oder am fenster gemütlich eingerichtet haben mit wein oder bier.
die jeden ton aufgesaugt haben.
1:1 mit den künstlern.
kein stream, keine bedrückende stille, wo ein applaus sein soll…
lebendiger applaus nach jedem song!
freunde, die man nach langer zeit wieder traf.
eine einladungsliste, die sehr eingeschränkt gehalten werden musste, was mir sehr schwer fiel.
freunde, die ich nicht einladen durfte, es tut mir so leid!!!
aber eine erinnerung an alte feste und parties und eine erinnerung an die zukunft, dass wir einmaliges erleben, dass wir uns nicht unterkriegen lassen und neue wege finden, dass wir uns alle bald wiedersehen und dass ein paar virusbedingte ideen erhalten bleiben!
und am ende, mit den letzten gedanken an diesen abend vor dem schlafen, das erste mal nach monaten, kein gefühl von beklemmung oder sorge, nur das gefühl von alter normalität!‘

In der Zeit von Corona kommt alles anders. An wunderschönen Fühlingstagen müssen viele Kinder zu Hause bleiben. Schule und Kindergarten sind geschlossen und viele Kinder sind ohne Freunde allein zu Hause – und langsam fällt ihnen „die Decke auf den Kopf“.

Kultur Rhein Neckar e.V., der Kunstverein Ludwigshafen und das Wilhelm-Hack-Museum starten gemeinsam am 9. April 2020 die Aktion „Kunst in der Tüte“.

Fast 200 Tüten mit vielen Tipps, Anregungen, Rätseln und Vorlagen zu kreativen Aktivitäten werden von den drei Kulturvermittlungs-Einrichtungen fertiggestellt. Die BKK Pfalz, RITTER SPORT und die Sparkasse Vorderpfalz werden als Zugabe zu den Kreativ-Tipps Stifte, Schokolade u.ä. in die Tüten geben.

„Wir wissen alle, wie schwer diese Zeit besonders für Kinder ist. Sie vermissen ihre Freundinnen und Freunde, die Schule und das geregelte Leben. Kunst ist ein Lebensmittel, das in der Krise besonders gesund ist.“ erklärt Theresia Kiefer vom WHM

und Stefanie Schubert vom Kunstverein ist überzeugt: ‚Kreativität hilft den Kindern durch die Krise. Wir wollen sie dabei gerne unterstützen.“

Die ersten Tüten sind vor Ostern verteilt worden – vor dem Wilhelm-Hack-Museum, dem Ludwigshafener Kunstverein und dem Kulturcafé FRANZundLISSY. Eine größere Anzahl Tüten wird in die Bayreuther Straße vom E.-Knauber-Hort verteilt.

Weitere Lieferungen sind geplant!

„Die Resonanz auf die Tüten war enorm- sie waren innerhalb von Minuten weg! Wir versuchen, unsere Ressourcen an wo-men-power und Material zu erhöhen um in der Krise noch mehr Tüten verteilen zu können.
Mit der Tüte wollen wir den Kindern zeigen, dass andere an sie denken, dass sie nicht alleine sind.“

unterstreicht Eleonore Hefner von Kultur Rhein Neckar e.V.

Tatkräftige und finanzielle Unterstützung ist erwünscht

Eleonore Hefner, Kultur Rhein Neckar e.V. 01515 917 88 38

Theresia Kiefer, Wilhelm-Hack-Museum 0621 504 34 03

Stefanie Schubert, Kunstverein =621 52 80 55

Gerne beantworten wir Ihre Fragen!

Werden rechtsextremistischer Terror und Antisemitismus unterschätzt? Angriffe auf Juden und jüdische Einrichtungen nehmen weltweit zu. Der Terroranschlag auf eine Synagoge in Halle ist von US-Menschenrechtlern in einer Rangliste der schlimmsten antisemitischen Vorfälle des Jahres 2019 auf Platz zwei gesetzt worden. Antisemitismus ist Jahrtausende alt und heute wieder wachsend. Wie entstand und entsteht auch heute noch Hass auf Juden? Und: Welche Maßnahmen müssen wir ergreifen, um gegenwärtigen Antisemitismus zu bekämpfen und eine Zukunft ohne Antisemitismus zu ermöglichen?

Micha Brumlik wurde 1947 in Davos / Schweiz geboren, 1952 zog die Familie nach Frankfurt/Main. Nach einem Studium der Pädagogik und Philosophie in Jerusalem und Frankfurt/Main war er wissenschaftlicher Assistent der Pädagogik in Göttingen und Mainz, danach Assistenzprofessor in Hamburg. Von 1981 bis 2000 lehrte Micha Brumlik Erziehungswissenschaft an der Universität Heidelberg. Von 2000-2013 hatte er eine Professor am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main mit dem Schwerpunkt ‚Theorie der Erziehung und Bildung‘ inne. Von 2000 bis 2005 war er Direktor des Fritz Bauer Instituts – Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte des Holocaust. Seit 2013 ist er Senior Professor am Selma Stern Zentrum für Jüdische Studien Berlin/Brandenburg.
Er forscht und publiziert zu moralischer Sozialisation, Bildungsphilosophie sowie zu jüdischer Kultur- und Religionsphilosophie. Er ist Mitherausgeber der politisch-wissenschaftlichen Monatszeitschrift ‚Blätter für deutsche und internationale Politik‘ und und nun des Periodikums ‚Jalta – Positonen zur jüdischen Gegenwart.‘. Er war in Deutschland politisch aktiv im ‚Sozialistischen Büro‘ und war von 1989-2001 Frankfurter Stadtverordneter und Mitglied der Grünen sowie bis Ende 2019 mehr als zehn Jahre regelmäßiger Kolumnist der taz und bleibt ihr nun als Rezensent und Kommentator erhalten. Micha Brumlik ist Träger der Buber-Rosenzweig-Medaille.

Eintritt frei

Die Rückkehr einer Verlierernin?
Vertreibung, Flucht und Überleben der Ilse Rau.

Ilse Rau wurde 1928 in Chemnitz geboren. Sie erlebte dort die kurzen Jahre einer glücklichen Kindheit, die ab 1933 abrupt zu Ende gingen. Nach der Enteignung des Familienbetriebs (»Arisierung«) starb ihr jüdischer Vater Hugo Benda. 1939 organisierte ihre protestantische Mutter Vicky die gemeinsame Flucht nach Belgien.

In Brüssel meisterte die begabte Heranwachsende ab 1940 die neue Zweisprachigkeit und erfuhr großzügige Förderung durch belgische Lehrerinnen.

Als Zwanzigjährige kehrte sie nach Deutschland zurück, um Walter Rau zu heiraten, den sie als Besatzungssoldaten in Belgien kennengelernt hatte. In Tübingen wurde Ilse Rau Mutter von neun Kindern, setzte aber zugleich ein Studium der Psychologie fort.

Ab 1966 arbeitet sie an der ökumenischen Beratungsstelle in Tübingen. 1980 verlässt sie die Stadt und eröffnet in Nürnberg im Rahmen einer Praxisgemeinschaft mit Guido Groeger ihre eigene psycho­therapeutische Praxis. 1986 ziehen beide nach Konstanz.

Seit 2010 lebt Ilse Rau wieder in Tübingen. Hier begann sie, für ihre Kinder ihre Erinnerungen aufzuschreiben. Eine berührend erzählte Selbstvergewisserung: wie sie Angst und Gefährdungen ihrer Jugend mit ihrem Glücksverlangen überwinden konnte.

‚… Eine Elfjährige, deren Mutter eine Flucht aus Deutschland über die grüne Grenze nach Belgien organisiert hat. Mit der Hilfe von Schleusern, bei Nacht und Regen. In der Fluchtnacht werden Mutter und Tochter durch einen Unfall getrennt, eine Ungewissheit für Monate. Das war 1939.

Die protestantische Mutter hatte sich wenige Jahre zuvor in ihrer Heimatstadt Chemnitz geweigert, sich von ihrem jüdischen Mann scheiden zu lassen. Nach dessen Tod und der Enteignung des Familienunternehmens bewiesen die Arbeiter ihre Dankbarkeit, indem sie die Tochter über zwei Jahre hinweg abwechselnd in ihre Familien aufnahmen. Danach musste Mara mit ihrer Mutter ins »Judenhaus«; dass ihre einstigen Spielkameraden sich von ihr abwandten, hatte sie ab 1933 bereits erlebt.

Ab 1940 überstehen Mutter und Tochter als Flüchtlinge in Brüssel die Kriegszeit. Mit allen Listen, die es gegenüber Behörden und bald auch den deutschen Besatzern braucht. Mara durchläuft eine verkürzte Schulzeit. Und sie verliebt sich als Fünfzehnjährige in den jungen unglücklichen Besatzungssoldaten Walter.

In ihrem aufbrechenden Lebenselan nach Kriegsende wird der jungen Frau klar, dass sie sich trotz aller Verluste nicht als Opfer definieren will. Sie arbeitet heftig auf den Schulabschluss und ein Medizinstudium hin. Die Musikbegeisterte begegnet Yehudi Menuhin und lernt bei ihrer Arbeit als Model auch Coco Chanel kennen.

Für einen ganz anderen Neuanfang entscheidet sie sich, als ihr der Briefkontakt zu dem in englischer Gefangenschaft verbliebenen Walter gelingt. 1947 kann sie ihm bei einem internationalen Jugendtreffen in Titisee wiederbegegnen. Ihre Rückkehr nach Deutschland wird mit der Hochzeit endgültig…‘
Verlag: Libelle

Eintritt: frei

In Kooperation mit Ludwigshafen setzt Stolpersteine e.V.
Mit Unterstützung der Stadt Ludwigshafen

‚Schon in der Zeit des Studiums fand und nahm Michael Volkmer für seine räumlichen Objekte, was da eben so herumlag, betrachtete das Strandgut der Zivilisation mit anderen Augen als üblich, hinterfragte, ironisierte, kombinierte, verfremdete. Seine in der Tradition von Dada und Fluxus stehenden Arbeiten spielen auf höchst eigenwillige, jedoch immer wieder aufs Neue überraschende Weise mit dem scheinbar oder auch tatsächlich Bekannten, zeigen Paradoxien auf und hinterfragen das – insbesondere der landläufigen Wahrnehmung nach – Selbstverständliche.‘ Hans Gercke

Dr. Lida von Mengden spricht zur Einführung mit dem Künstler.

Kein Eintritt.
Besichtigung nach Vereinbarung unter info [at] kulturrheinneckar.de

BIOGRAFIE
geboren 1966 in Ludwigshafen

1990–1994 Freie Akademie Rhein-Neckar, Mannheim.

2005–2008 Lehrauftrag für Videokunst PH Heidelberg (superart.tv).

Michael Volkmer lebt und arbeitet in der Pfalz.

AUSSTELLUNGEN / AUSZEICHNUNGEN / PROJEKTE
2019 Stipendiat auf dem Dilsberg
2014 Kunst am Bau
Gesundheitszentrum Glantal (2. Preis)
2014 WeldeKunstpreis 2014
2013 Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der Zwangssterilisation
Mannheim (1. Preis und Ausführung)
2010 Großer WeldeKunstpreis der Metropolregion Rhein-Neckar 2010
2009 Kunst am Bau
Johannes Gutenberg-Universität, Mainz (1. Preis und Ausführung, superart.tv)
2008 Förderstipendium EHF-Fond
Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin
2007 Dilsberg-Stipendium der Kulturstiftung Rhein-Neckar Kreis
2003 Arbeitsstipendium für die Schweiz
(superart.tv)
2002 Asterstein-Stipendium
Koblenz
1999 Stipendium Deutsch-Französischer Kulturrat
1998 Förderpreis Ludwig-Roos-Stiftung
Ludwigshafen
1998 Burgund Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz

Diie Theatermacherinnen Eva Adorjan und Bärbel Maier sprechen mit David Guthier (SPD).

Éva Adorján studierte Schauspiel in Budapest. Während ihres Studiums spielte sie in etlichen Bühnen- und Fernsehproduktionen mit und arbeitete als Synchronsprecherin. 1998 bis 2004 studierte sie Theaterwissenschaften sowie Kommunikations- und Medienwissenschaften und Germanistik an der Universität Leipzig. Zwischen 2000 bis 2004 arbeitete sie als Regiemitarbeiterin bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen und wirkte bei vielen internationalen Koproduktionen von Taschkent über Lausanne, Luxembourg bis Madrid mit. 2006 gründete sie am Theater im Pfalzbau in Ludwigshafen die Medienschule im Theater für Vorschul- und Grundschulkinder. Dieses von ihr entwickeltes Konzept, das Medien- und Theaterpädagogik miteinander verbindet, wurde als besonders innovatives Konzept 2008 zu einem „Ausgewählten Ort in einem Land der Ideen“ gewählt. Von 2007 bis 2014 leitete sie auch das Junge-Spiel-Theater am Theater im Pfalzbau und inszenierte vorwiegend Stücke für Kinder und Jugendliche sowie auch Stücke mit Kindern und Jugendlichen. Ihre Inszenierung mit András Almási-Tóth, Hoffmann2012.com gewann 2013 als beste Produktion den Internationalen Papageno Award. Seit Januar 2015 ist sie Dozentin für Darstellendes Spiel/Theater an der Universität Koblenz-Landau.

Bärbel Maier wurde 1963 in Ludwigshafen geboren und ist dort aufgewachsen. Absolvierte die Theaterausbildung am Institut für Ange­wandte Theaterwissenschaft in Gießen und studierte dort bei George Tabori, Heiner Müller, Hans Thieß-Lehmann und Adolf Dresen. Diplomabschluß 1989. Gründete 1989 mit Peer Damminger, René Pollesch und anderen Absolventen der Universität das Theater Montage in Frankenthal/Pfalz.1995 Begründerin der KiTZ Theaterkumpanei Ludwigshafen/Rhein, für das sie als Autorin, Regisseurin und Schauspielerin arbeitet. Engagements am Theater am Turm, Frankfurt und am Nationaltheater Mannheim / SCHNAWWL Mitwirkung als Schauspielerin in zwei Produktionen des ZDF – Das kleine Fernsehspiel.

Auszeichnungen: 1996: Stiftungspreis zur Förderung der Kunst in der Pfalz für besondere Leistungen im Bereich Theater / 2001: Paul-Maar-Stipendium / 2004: Theaterpreis Heidelberg für „Nepal“ (Regie) / 2007: Theaterpreis 14. Isfahan International Festival for Children and Young Adults im Iran für „Albin und Lila“ (Regie und Schauspiel) / 2008: „Kindertheater des Monats“ in NRW mit „Albin und Lila“ (Regie und Schauspiel) / 2009: Theaterpreis 16. Isfahan International Festival for Children and Young Adults im Iran, für „Doktor Auwieweh“ / 2010: Theaterpreis 17. Hamedan International Festival for Children and Young Adults im Iran, für „Sultan und Kotzbrocken“ für „Bestes Stück“

David Guthier war sieben Jahre lang Juso-Chef und wurde Mitte 2014 im Alter von 24 Jahren zum Stadtverbandsvorsitzenden. Er ist Spitzenkandidat der SPD für die Kommunalwahl am 26. Mai, ist Mitglied des Stadtrat, wohnt in Süd und gehört dort dem Ortsbeirat an.

Moderation. Eleonore Hefner

Eintritt frei

Die musikalische Sternstunde im Herbst 2018 – Die Konzertreihe „International Guitar Night“ ist für Liebhaber akustischer Gitarrenmusik seit vielen Jahren ein Glanzlicht im musikalischen Jahr. Meistergitarristen aus aller Welt in jährlich wechselnder Besetzung bereiten Musikliebhabern in ganz Deutschland regelmäßig unvergessliche Konzertabende.

Die International Guitar Night präsentiert in diesem Jahr Alberto Lombardi (I), Steve Hicks (GB), Tim Sparks (USA) und natürlich den spirtius rector der AGN: Peter Finger (D)

Peter Finger, dem Initiator der „International Guitar Night“, gelingt die perfekte Harmonie von Virtuosität, Musikalität und Komposition. Sein musikalischer Kosmos ist grenzenlos, zeugt von profunder Kenntnis der Musikgeschichte wie des Kontemporären. So wird der aufmerksame Zuhörer immer wieder auf die Klangsprache Debussys, Ravels oder Strawinskys stoßen – und sich im gleichen Atemzug vielleicht in rockigen Gefilden wiederfinden, verführt zu „Saitensprüngen“ in die weite Welt des Jazz. Oder er bestaunt Fingers fast orchestrales, manchmal atemberaubend experimentelles Geflecht aus Rhythmus, Harmonik und Melodie.
Peter Fingers Musik ist stets sinnlicher Hochgenuss fern jeder intellektueller Gedankenkühle. Anspruchsvoll und anregend zugleich.

Der Italiener Alberto Lombardi war bereits seit Jahrzehnten als Studiomusiker und Plattenproduzent aktiv, bevor er seine Liebe zur akustischen Gitarre und zum Fingerstyle-Spiel entdeckte.
Lombardis Gitarren-Arrangements wurzeln im Stil von Chet Atkins und Tommy Emmanuel, werden aber auch vom Big-Band-Sound der 1950er Jahre beeinflusst. Unter seinen Eigenkompositionen sind sowohl Instrumentals als auch Singer-Songwriter-Stücke zu finden.

So viel Talent wie Steve Hicks – das ist fast schon unfair. „Es gibt nichts, was Steve auf der Gitarre nicht kann,“ meint Fingerstyle-Legende Duck Baker – in den 70ern sein Lehrer. Steve Hicks ist gleichermaßen erfahrener Gitarrenbauer, kompetenter Musiklehrer und dazu noch ein versierter Fingerstyle-Gitarrist. Er gilt als Kenner und virtuoser Interpret von amerikanischem Blues, Ragtime und Swing, aber auch von British Folk und Liedgut in keltischer Tradition. Seine Arrangements fesseln mit unglaublicher Tiefe und Präzision, sein Ton bleibt auch in den schwierigsten Passagen von höchster Klarheit, und sein Timing und Groove kommen unfassbarer selbstverständlich rüber.

Mit einem großen Knall eroberte Tim Sparks einst die Akustikgitarrenwelt, als er Tschaikowskys „Nußknacker Suite“ für Sologitarre arrangierte und damit 1993 die National Fingerpicking Championship gewann. Seiner Liebe zu den Klangwelten und ungeraden Rhythmen der Musik des Balkans und des nahen Ostens war die „Balkan Dreams Suite“ gewidmet, ebenso wie „Guitar Bazaar“. Auch hier sorgte Sparks wieder für Aufsehen, als er nämlich die rumänischen Volkstänze von Béla Bartók für die Gitarre bearbeitete.
Tim Sparks ist ein Meister der Steelstring-Gitarre, der seine nordamerikanischen Wurzeln in Country, Blues und Jazz auf höchst fruchtbare Weise mit klassischen und ethnischen Einflüssen zu verschmelzen weiß.

Ein neuer Ort für Kultur ensteht in Ludwigshafen-Süd. Mit SÜDPOLIS hat es 2017 begonnen. In einem leerstehenden Ladenlolkal fanden seither sozio-kulturelle Projekte statt, die gezeigt haben, dass viele Nachbar*innen in Süd auf einen Treffpunkt warten. Nun sind die Pläne gereift, die Anträge geprüft, die Umnutzung gestattet, die Baufreigabe liegt vor, der Mietvertrag ist unterschrieben. Das Kulturprogramm beginnt vor der Eröffnung, auf der Baustelle – und falls das nicht möglich ist, kann ein leerstehendes Ladenlokal im Nachbarhaus genutzt werden.

In der Liszsttr. 176 soll ein neues Kultur-Café entstehen. Noch während des Umbaus beginnt die Reihe ‚Kunst und Politik.‘
Zum Start gibt es eine Lesung mit Michael Bauer, der aus seinem Roman ‚Dutschki vom Lande‘ liest, Benno Burkhart jazzt zwischen den Kapiteln. Im Anschluss gibt es ein Gespräch mit dem Politiker Lukas Hartmann (Bündnis 90 / Grüne).

Zwischen Liebesaffären, durchkifften Nächten, Go-ins und Uni-Klausuren möchten die jungen 68er Studenten in eine neue Zeit aufbrechen. Aber wie soll die aussehen? In hitzigen Debatten versucht man, die Welt neu zu buchstabieren. Denn das alte Alphabet der Väter und Mütter hat ausgedient. Tom, das anfangs unbedarfte Erstsemester, erlebt einen Sommer zwischen Hörsaal, Studentenbude und Straße. Kann es tatsächlich gelingen, die engen Lebensverhältnisse lustvoll in eine neue Freiheit umzustülpen? Schließlich scheint ein skuriller Unglücksfall Toms Utopien, die auch mit den revolutionären Traditionen seiner pfälzischen Heimat zu tun haben, auf den Kopf zu stellen. Auch seine neue Beziehung zu Maria hat wohl keine Chance mehr. Oder?
Auf der Folie historischer Fakten und satirischer Phantasie erzählt Michael Bauer packend und ironisch eine Geschichte um die Themen Liebe, Macht und Tod, die aktueller nicht sein könnte.
„Ein fesselnder Text. So war das damals. Genau so.“ Thommie Bayer

DER AUTOR
„Die Summe unserer Resolutionen nennen wir Kampf“. Diese Zeile über den Umgang der damaligen Linken mit ihren Ikonen stammt aus einem Gedicht von Michael Bauer über Angela Davis, das Ende der sechziger Jahre in der Zeitschrift KONKRET abgedruckt war. Nach einem kurzen Ausflug in die „Liedermacher-Branche“, bei dem er mit der Mainzer Unterhausglocke des Deutschen Kleinkunstpreises ausgezeichnet wurde, war Michael Bauer Kulturjournalist mit Tätigkeitsschwerpunkt im zweiten Hörfunkprogramm des SWF/SWR. Daneben wurde die literarische Qualität seiner Buchveröffentlichungen immer wieder mit Auszeichnungen gewürdigt, unter anderem mit einem Auslandsreisestipendium des Auswärtigen Amtes, dem Literaturförderpreis der Landes Rheinland-Pfalz und der Sinsheimer-Plakette. www.dodedom.de

DER MUSIKER
Reizvoll verbindet Benno Burkhart einen schmissigen Jazzstil mit Chanson-, Pop- und Klassikelementen. Der Musikpädagoge improvisiert eigenwillig und virtuos auf seinem Instrument und hat ein Händchen für „verrückte“ Textvertonungen. So sind im Laufe der Zeit einige Bauer/Burkhart-Songs und „Secco-Rezitationen“ entstanden.

DER POLITIKER
Lukas Hartmann wurde 1989 in Speyer geboren. Nach dem Master in Philosophie, Bildungswissenschaften und Politikwissenschaft promoviert er ab 2015 im Fachbereich Kulturwissenschaften bei Frau PD Dr. Francesca Vidal zu Ernst Bloch. 2010 Eintritt bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Ehemaliger Kreisverbandsvorsitzender, seit 2014 jüngster grüner Fraktionsvorsitzender in RLP, 2015 Oberbürgermeisterkandidat, seit 2016 im Landesvorstand. Udo Lichtenthäler, Mentor von Lukas Hartmann sagt über ihn: ‚Lukas Hartmann ist ein politisches Talent, ehrlich bemüht Werte und Ziele sozialökologischer Politik in konkretes kommunales Handeln umzusetzen.‘

Michael Bauer: „Dutschki vom Lande“ Roman. 220 Seiten. Verlag Wellhöfer Mannheim. ISBN 978-3-95428-2

VIELEN DANK:
Die Reihe wird gefördert von Ministerium für Wissenschaft, weitrbildung und Kultur Rheinland-Pfalz.
Der musikalisch-literatische Beitrag am 19.9.2018 wird unterstützt von der Landeszentrale für Politische Bildung Rheinland-Pfalz.
Für die Möglichkeit der Raumnutzung bedanken wir uns bei der TREUHAUS IMMOBILIENVERWALTUNG.