Majlen Nylund / Anna-Sofia Nylund: Nordlichter

Acrylbilder und Videoprojektion

Mittwoch, 7. Juli 2021, 19 Uhr Vernissage
Ausstellung vom 8. Juli – 5. September 2021
Franz&Lissy. Kulturcafé. Lisztstr. 176, 67961 Ludwigshafen

Franz&Lissy. Kulturcafé. Lisztstr. 176, 67961 Ludwigshafen

Majlen ”Himmi” Nylund absolvierte nach dem Besuch der Nordischen Dekorateurschule in Jylland, Dänemark (1968) und der Free Art School in Helsinki (1973-1974) die Svenska Yrkeshögskolan (aktuell Novia Bachelor für Kultur und Kunst / Bildende Kunst)
Sie lebt und arbeitet als Malerin und Kunstlehrerin in Jakobstad / Pietarsaari und stellte in Finnland, Schweden, Norwegen, Lettland und Deutschland aus.
In ihrer Ausstellung „Im Angesicht“ zeigt Majlen ”Himmi” Nylund Acrylgemälde, die 2021 während der weltbeherrschenden Pandemie entstanden sind. Neben Acryl auf Papier nutzt sie auch Wasserfarbe.
Majlen ”Himmi” Nylund ist eine expressive, inutitive Malerin, die gerne mit Farben experimentiert.
In der Ausstellung zeigt sie Porträts mit ausdrucksstarken Gesichtern und abstrakte Landschaften. Menschen und Landschaften haben sie in der Zeit der Corona-Pandemie in besonderer Weise fasziniert.
Die Landschaft ist typisch für den finnischen Österbotten. Der Blick vom Wohnhaus der Maleren auf die Schären ist nicht nur in einer Zeit, in der Reisen nicht möglich sind, faszinierend. Die See in der Schärenlandschaft hat so viele Farben und Stimmungen wie Wechsel im Tageslauf. Sonne, Wolken, Wind „malen“ ständig eine neue Kulisse. Der Wandel des Landschaftsbildes wie die sich wandelnden Gesichtsausdrücke waren Inspiration der Malerin und sind das Thema ihrer Ausstellung

Anna-Sofia Nylund hat Dokumentar- und Medienkunst (Arcada 2011) studiert und schloss ihren Bachelor of Fine Arts an der Universität der Schönen Künste in Helsinki im Dezember 2019 ab. Ihre experimentellen Kurzfilme wurden auf Festivals auf der ganzen Welt gezeigt und mit mehreren Preisen ausgezeichnet. Nylunds Hauptaugenmerk liegt auf Video- und Performancekunst, aber sie arbeitet auch im Dokumentarfilmbereich und im Theater, sowohl als Regisseurin als auch als Performerin.
2015 schuf sie die Performance Room Without Escape (von Nameless). 2017 inszenierte sie „Festen - die Party von Sisko“ am schwedischen Theater in Helsinki und im Dezember 2019 moderierte sie eine dauerhafte, partizipative Aufführung über Dopamin (von Nameless) bei Viirus Guest in Helsinki. Im Jahr 2018 wurde die ortsspezifische Aufführung A Pool House (mit Venla Helenius) in einem verlassenen Badehauskomplex in Helsinki uraufgeführt. Die Aufführung wurde auch in ein gleichnamiges Video umgewandelt und wurde in der Ausstellung junger Künstler in der Helsinki Kunsthalle (2019) gezeigt.
Seit 2015 arbeitet sie an einem Spielfilm, einem persönlichen Dokumentarfilm über die Sehnsucht nach Zuhause. Der Film wird von Nordic Film Pool OY produziert und wird 2020 uraufgeführt.
Als Künstlerin arbeitet Anna-Sofia Nylund hauptsächlich mit Video und Performance, vorzugsweise kooperativ. Sie interessiert sich für Machtstrukturen in der Gesellschaft, Kommunikation - und Gastfreundschaft, das Verhältnis von Individuen zu Kollektiven und der Beinflussung des Individuums durch Kollektive. Sie hinterfragt sozialen Konstruktionen, auch um mehr Raum für Emotionen zu schaffen. Ihre Inspiration findet sie oft in den kleinen Dingen der alltäglichen Umgebung, unter der Lupe können sie zu universellen Themen werden. "
​In ihren Videoarbeiten untersucht Anna-Sofia Nylund die Beziehung ihres Körpers zur Natur: Mit Meditation, Ruhe Bewegung und Spiel versucht sie, mit der Natur in Interaktion zu treten „Die Natur antwortet so, wie nur die Natur antwortet.“
Im Rahmen der Ausstellun zeigt sie Ihre Video-Installation "Erde zu Erde"

Anna-Sofia Nylund

"Ruuhkavuodet" - die wichtigsten Jahre

Putzen, kochen, einkaufen, planen,
Pflegen, füttern, spielen, Nein sagen.
Porridge und Pfannkuchen für besondere Tage machen.

Sie kamen von meinem Körper. Aus Erde sind wir gemacht.
Müdigkeit, keine Ruhe, keine freie Zeit, kein Ich.

Eine Narbe über meinem Bauch.

Ein Schnitt in meiner Vagina.
Rektusdiastase.
Leere Brüste und schwere Schultern.

Aber keine Zeit zum Fühlen.

Stattdessen sehe ich meine Kinder die Natur entdecken.
Sie springen, rennen, klettern, stampfen, schmecken und schauen.
Also lege ich meinen Kopf gegen die Erde.

Ich fühle.

Ich spiele.

Alles lebt, alles lebt

Alles wird und alles wird
du wirst zu dem, zu dem alles wird, wenn man stirbt *

Besichtigungstermine vereinbaren: info [at] kulturrheinneckar.de