Kulturpolitische Gespräche: "Chancen von Kulturzentren"

30. Oktober 1996, Karlstorbahnhof Heidelberg

Moderation: Eleonore Hefner, Kultur Rhein-Neckar, Ludwigshafen

Gäste: Willi Breitner (Kulturzentrum Lagerhaus Mannheim), Reiner Grönhagen (Industrietempel, Initiative für ein Kulturdepot, Ludwigshafen) Kulturzentrum Alte Feuerwache), Johannes Rühl (Karlstorbahnhof)

Hausbesetzungen, Demos, Krawalle. Das sind nicht die Methoden, mit denen heute Kulturhäuser geschaffen werden. Obwohl noch immer nicht wirklich etabliert, sind sie zum Standartinventar nahezu jeder Stadt geworden. Feuerwache, Karlstorbahnhof, Depot oder Lagerhaus. Die Namen selbst deuten es an. in alten, ausgedienten Funktionsgebäuden richten sich KulturmacherInnen ein und tragen nicht wenig zur urbanen Lebensqualität bei. Auch wenn im Fall Karlstorbahnhof die Kontroverse um die Kosten groß war, die soziokulturellen Zentren sind bei weitem die effizientesten Kulturbetriebe überhaupt. Dennoch sind sie kaum auf einen Nenner zu bringen. Die größte Gemeinsamkeit ist vielleicht der Begriff Soziokultur. Während andernorts die besten Jahre der Soziokultur vorbei zu sein scheinen, das Sparen wertvolle Aufbauarbeit zunichte macht, herrscht im Rhein-Neckar-Dreieck Aufbruchstimmung. Eine Krisendiskussion wäre hier unangebracht. Eher vielleicht eine Auseinandersetzung über Organisationsstrukturen und Aufgabenstellung. Eingeladen sind Vertreter aus altgedienten, neuen und geplanten Kulturzentren im Rhein-Neckar-Dreieck.

Veranstaltung in Kooperation mit dem soziokulturellem Zentrum Karlstorbahnhof Heidelberg