Nachhaltigkeit und Demokratie - Widerspruch oder Notwendigkeit?

Auf der Couch: Dr. Hartmut Unger im Gespräch mit Christian Hübel, Leiter Fachbereich Demokratie und Strategie der Stadt Mannheim,

Mittwoch, 5. Februar 2020, 19 Uhr
Franz&Lissy, Lisztstr. 176, 67061 Ludwigshafen

Mannheim hat sich seit 2016 eine Art „Nachhaltigkeitsverfassung“ gegeben. Grundlage des intensiven mehrstufigen Prozesses aus Experten-, Bürger- und Gremienbeteiligungen waren die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Hieraus wurden 8 Entwicklungsziele abgeleitet, die ihrerseits Grundlage für die Entwicklung von Stadt, Gesellschaft und – so profan wie elementar – des Haushaltsplans Mannheims werden sollen.
Verantwortlich für den Prozess war und ist Christian Hübel, Leiter Fachbereich Demokratie und Strategie, der Stadt Mannheim. Mit ihm soll „auf der Couch“ diskutiert werden, ob und wie die Beteiligung und Aktivierung von Mannheims BürgerInnen ablief und gelang sowie welche Ziele Mannheim auch gegenüber seinen Nachbarn in der MRN verfolgen möchte.
Entwicklungsprinzipien wie Partizipation und Partnerschaft werfen zudem die Frage auf, ob und wie die „Verhältnisse“ zwischen Gesellschaft und Natur, Freiheit und Nachhaltigkeit, Demokratie und Klimaschutz austariert sein sollen. Lassen sich die epochalen Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung inklusive eines durchgreifenden Klimaschutzes mittels der nicht auf Schnelligkeit angelegten Aushandlungsverfahren parlamentarischer Verfassungsstaaten bewältigen? Ist die Forderung nach schnelleren, weil weniger rechtsförmigen Verfahren und freiheitsbeschränkenden Maßnahmen gerechtfertigt? Welche Rolle können Städte und ihre immer komplexer werdenden Stadtgesellschaften spielen beim Ausgleich von Vielfalt, Selbstbestimmung und Notwendigkeit?
Das Künstlerpaar Constanze und Norbert Illig befasst sich derzeit im Rahmen eines von der BASF SE geförderten Projekts (Tor 4) mit der Frage „Wie geht Freiheit wirklich?“. illig & illig stellen dazu derzeit bei FRANZ&LISSY ihre Vorüberlegungen aus und konnten dafür gewonnen werden, die Diskussion „Auf der Couch“ mit ein bis zwei kurzen Interventionen zum Thema zu bereichern.

Eintritt frei