Claus Boesser-Ferrari (git) und Olaf Schönborn (sax)

7. Balkonkonzert

Freitag, 12. Juni 2020, 19 Uhr
Am Rheinufer Süd, Ludwigshafen

Zum siebten Balkonkonzert kamen zwei Ausnahmemusiker aus der Region zusammen, die das erste Mal gemeinsam ein Konzerte realisierten. Das hatte es in sich – es wäre schade, wenn Claus Boesser-Ferrari und Olaf Schönborn das Experiment nicht fortsetzen wollten.

Olaf Schönborn stammt von der Alb, er ist 1967 in Heidenheim / Brenz geboren. Der inzwischen (wieder) in Ludwigshafen lebende Musiker spielt Alt- und Tenorsaxophon. Nach dem unvermeidlichen Flöten- und Klavierunterricht, Kirchenchor etc. kam ab dem 17. Lebensjahr ENDLICH der Saxophonunterricht (bei einem Super-Lehrer und Saxophonisten: Harry Berger). Schönborn studierte erst Englisch und Germanistik, wandte sich dann aber seiner eigentlichen Berufung zu, der Musik. An der Arizona State University studierte er ein Jahr lang Saxophon, und dann von 1996 bis 2000 Jazz an der Musikhochschule Mannheim.
Workshops bei: Lee Konitz, George Garzone, Joe Lovano, David Liebman, James Moody, Bobby Shew, Ernie Watts, Maria Schneider, Greg Osby, Herb Geller, David Friesen, Joe LaBarbara, Lennie Morgan, Antonio Hart, Ack van Royen, Peter Erskine, Jimmy Cobb, Wolfgang Muthspiel brachten ihn in seiner musikalischen Entwicklung weiter.
Eingeladen zu Festival war er u.a. zum Edinburgh Festival, Deutsches Jazzfest in Frankfurt, North Sea Jazz Festival Den Haag, Montreux Jazz Festival, Jazzfestival Szeged (Ungarn), nach Perugia, Festival d´Estate
Auftritte mit Maria Schneider, Allen Blairman, Joe Gallardo, Herb Geller, Emil Mangelsdorff, Kosho (Michael Koschorreck), Fritz Münzer, Al Martino, Thomas Stabenow, Klaus Wagenleiter, Frank Kuruc, Rolf Stahlhofen, Schwefel – und vielen anderen mehr.
Eingeladen von der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz (Bernstein, Ravel), Orchester des Badischen Staatstheater Karlsruhe (Strawinsky), SWR Orchester Kaiserslautern (Gershwin), Mannheimer Bläserphilharmonie
Er ist an vielen musikalischen Projekten von Latin bis Fusion beteiligt. Ungewöhnlich ist sein Projekt Melody, Rhythm and Tap, bei dem der Steptänzer Kurt Albert zur Musik von Schönborn und Blairman tanzt

„Ein uneingeschränktes Vergnügen war es, dem Saxofon von Schönborn zu lauschen, der eine Komposition aus eigener Feder beisteuerte. Was immer Schönborns Saxofontrichter entsprang, es klang frisch und vital, vom ersten bis zum letzten Ton intensiv durchlebt – und in den stärksten Momenten tönte Schönborns Saxofonstimme sogar ein wenig wütend.“ (Saarbrücker Zeitung, 2019)

Claus Boesser-Ferrari
stammt aus der Südpfalz, ist in Bellheim aufgewachsen. Hier erhielt er ersten Gitarrenunterricht beim Sohn eines amerikanischen Soldaten . Zuerst spielte er Rock , hatte eine eigene Band, die im Kohlekeller der Grosseltern übte. Danach interessierte er sich für klassische Gitarre, nahm Unterricht am Konservatorium in Speyer. 1976 gründete er die Folk- Rock- Gruppe Thorin Eichenschildt, die u. a. mit Joan Baez on tour ging. Nach Ausflügen in den Jazz mit der Formation Bluefields begann er seine Solo- Konzerte zu kultivieren. Mittlerweile hat er ach Solo- CDs vorgelegt und tourt international (Asien, Nord- und Südamerika, Nordafrika, Skandinavien). Claus Boesser-Ferrari schreibt Musik für das Schauspielhaus Zürich, Schaubühne Berlin, Schauspielhaus Hamburg u. a. Er ist Preisträger der Deutschen Phono- Akademie.

»Mehr denn je spielt Boesser-Ferrari in der allerersten Reihe jener Innovatoren, die der Akustikgitarre Faszinierendes entlocken«
Stefan Uhrmacher, Saarbrücker Zeitung

»So wie der spielt keiner«
FAZ

»Boesser-Ferrari is one of those figures, who make my job ten times harder by creating music that‘s almost impossible to describe or categorise.
Try thinking Gordon Giltrap meets Fred Frith.«
Paul Fowles, UK, classical guitar magazin

»Fernab von allen gängigen Wiederholungsformen hat sich hier ein merkwürdiger Erzählstil entwickelt, spannend wie Märchen mit unverhofften Wendungen und unsicherem Ausgang... Willkürlich oder nebensächlich wirkt die Musik nie, sie quillt aus einem enormen Mitteilungsdrang hervor. Er spinnt das in einem fort.«
Ulrich Olshausen, FAZ

»Eine schöne, ernste, bisweilen impressionistisch malende Musik mit klug dosierten folkloristischen Zügen«
Manfred Sack, Die Zeit